Ständiger Lernprozess für die Eisbären

Erneut vor zwei hohen Hürden steht Eishockey-Oberliga-Neuling Hammer Eisbären am Wochenende . Am Freitag trifft das Hoja-Team auf die Hannover Indians, am Sonntag geht es zu den Hamburg Crocodiles.

Hamm – Nach dem Überraschungs-Coup mit dem Punktgewinn gegen Vorjahres-Meister Tilburg Trappers herrschte auch bei Eisbären-Trainer Ralf Hoja zunächst ein kleines Gefühlschaos. „Erst war ich schon etwas enttäuscht darüber, wie wir die Penaltys geschossen haben“, berichtet der Coach des Eishockey-Oberliga-Neulings. „Wenn man so nah an der großen Überraschung ist, dann will man auch gewinnen“, beteuert Hoja. Mit ein wenig Distanz zur Partie überwog aber auch beim Trainer die Freude über die gute Leistung der Mannschaft, die sich gegen die Niederländer über 65 Minuten tapfer gewehrt hatte.
 
Deswegen sehen die Eisbären jetzt auch dem dritten Heimspiel am Freitagabend gegen die Hannover Indians (20 Uhr) und der ersten Auswärtspartie bei den Hamburg Crocodiles am Sonntag (16 Uhr) mit großer Vorfreude entgegen. Und mit der Erkenntnis, dass sie auch die Großen der Liga mit der entsprechenden Einstellung ärgern können.
 

Der Angriff muss sich steigern

 

Zumindest das wird, so Hoja, auch das Minimalziel der Hammer an diesem Wochenende sein. „Derzeit befinden wir uns mitten in einem Lernprozess. Wir müssen uns erst langsam an die Oberliga herantasten“, sagt der Coach, der weiß, wo in den kommenden Wochen der Hebel anzusetzen ist. Mit dem von den Nürnberger Ice Tigern ausgeliehenen Ilya Sharipov verfügen die Eisbären über einen herausragenden Torhüter, der mit seiner Klasse der Hammer Defensive den nötigen Rückhalt und die Ruhe gibt. Nicht zufrieden kann der Aufsteiger aber bisher mit seiner Offensivleistung sein. Nur ein Tor in zwei Begegnungen ist einfach zu wenig. „Wenn wir in der Oberliga Spiele gewinnen wollen, dann müssen wir pro Partie drei oder vier Tore schießen“, fordert Hoja von seinen Stürmern eine deutliche Steigerung.

Dass alle Akteure die nötige Zeit brauchen, um sich an das enorme Tempo in der dritthöchsten deutschen Klasse zu gewöhnen, weiß auch Hoja. „Wir haben den Nachteil, dass wir derzeit ausnahmslos auf Teams treffen, die zur Spitzengruppe der Liga zu zählen sind“, sagt der Coach. „Dazu gehören auch die Hannover Indians und die Hamburg Crocodiles. Da wird es für uns wieder sehr schwer werden, Treffer zu erzielen.“

Milan Svarc wieder auf dem Eis

Immerhin können die Eisbären in Bestbesetzung antreten. Auch der Tscheche Milan Svarc, der am vergangenen Sonntag nach einem Kniecheck passen musste, meldete sich Anfang der Woche zum Training auf das Eis zurück. „Es sah schlimmer aus als es am Ende war“, bestätigt Hoja. „Das Knie ist bei diesem Pferdekuss nicht verletzt worden. Es war lediglich eine schwere Prellung.“ Der Trainer geht jedenfalls fest davon aus, dass Svarc gegen die Indians wieder auflaufen kann.

Insgesamt 680 Fans sahen am vergangenen Wochenende die beiden Spiele der Eisbären live im Internet über den Streamingdienst sprade.tv. Gegen die Indians hofft Manager Jan Koch auch auf eine gute Einschaltquote. Schließlich gehen 75 Prozent der Einnahmen direkt an die Eisbären.

 
Autor: Peter Schwennecker
Quelle: www.wa.de

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