| Frankfurt | : | Hamm | 6:1 |
| Hamm | : | Frankfurt | 4:3 |
| Frankfurt | : | Hamm | 10:2 |
| Hamm | : | Frankfurt | 5:4 |
| Frankfurt | : | Hamm | 3:4 |
| Königsborn | : | Ratingen | 3:2 |
| Ratingen | : | Königsborn | 5:4 |
| Königsborn | : | Ratingen | 7:3 |
| Ratingen | : | Königsborn | 0:7 |
| Königsborn | : | Hamm | 2:4 |
| Hamm | : | Königsborn | 3:5 |
| Königsborn | : | Hamm | 3:6 |
| Hamm | : | Königsborn | 4:5 |
13. Februar 2012 Westfälischer Anzeiger
Es sollte die Revanche werden für die unglückliche Hinspiel-Niederlage – es wurde ein ernüchternder Auftritt, der bei Carsten Plate unverkennbar Spuren hinterließ.
„Das war ziemlich unnötig“, meinte der Trainer der Hammer Eisbären nach der bitteren 1:2 (0:1, 0:1, 1:0)-Niederlage am Abend im prestigeträchtigen Derby in der Eishockey-Oberliga-Endrunde bei den Königsborner Bulldogs. „Uns hat die Aggressivität gefehlt. Wir haben in den ersten beiden Dritteln praktisch nur zugeguckt“, ärgerte sich der Coach.
Eine Passivität, die angesichts der Vorgeschichte ein wenig verwunderte. Denn nach dem Hinspiel hatte Königsborns Trainer Waldemar Banaszak Vorwürfe in Richtung Eisbären-Stürmer Christian Gose erhoben, war zudem mit Plate verbal aneinander geraten (WA berichtete). Weshalb der Hammer Coach auch gar nicht den Kontakt zu seinem Gegenüber suchte. „Darauf habe ich keinen Wert gelegt. Die Sache ist für mich abgehakt“, meinte Plate, für den sich immerhin die Überlegung erledigt hatte, ob er zur Pressekonferenz geht. Die gab es schlicht nicht.
Es wäre Plate wohl auch schwer gefallen, den lange ziemlich leblosen Auftritt seines Teams in der vorangegangenen Partie zu erklären. Dass es am Ende insgesamt 132 Strafminuten gegeben hatte, darunter drei Spieldauer-Disziplinarstrafen, wovon Tim Pietzko eine kassierte (41.), täuschte ein wenig über den wahren Charakter der Begegnung hinweg, die lange vor sich hinplätscherte. „Königsborn war ja nicht überragend“, meinte Plate. Aber die Eisbären eben auch nicht. Dass neben dem Tschechen Patrik Flasar, der in der Heimat weilt, kurzfristig mit Jiri Svejda (Finger gebrochen) auch noch der zweite Ausländer passen musste, wollte der Trainer nicht als Entschuldigung gelten lassen. „Wir haben genug Qualität im Kader, um Unna schlagen zu können“, meinte Plate. „Aber dann muss mehr kommen.“
Vor allem in den ersten beiden Dritteln, in denen die Gäste nicht ansatzweise an die starke Vorstellung gegen Bad Nauheim anknüpften. Die Folge war die Königsborner Führung durch den Ex-Hammer Christoph Ulrich (6.), der eine Minute später noch mit einem Penalty an Eisbären-Goalie Benjamin Voigt scheiterte. Sechs Minuten waren auch im zweiten Abschnitt gespielt, als Patric Schnieder die seltsame Zurückhaltung der Hammer ein zweites Mal bestrafte. Erst im letzten Drittel begannen die Gäste, sich gegen die drohende Niederlage zu stemmen, bäumten sich vor allem in den Schlussminuten noch einmal auf. Zuvor hatte Milan Vanek aus dem Gewühl heraus den Anschlusstreffer erzielt (48.). Doch letztlich blieb es bei der Niederlage. Denn, so Plate: „Wir waren überhaupt nicht zwingend.“